
Die Grenzen der erbrechtlichen Ausschlagungsfreiheit insbesondere im Hinblick auf die bewusste Aufrechterhaltung der Bedürftigkeit Diese Dissertation behandelt die Grenzen der erbrechtlichen Ausschlagungsfreiheit. Schwerpunkt ist die Frage, ob ein Unterhaltsberechtigter wirksam Erbteil oder Vermächtnis ausschlagen bzw. auf seinen Pflichtteil verzichten kann, um seine Bedürftigkeit aufrechtzuerhalten. Dabei wird das Spannungsfeld von Erb- und Familienrecht beleuchtet. Auf der Basis des geschichtlichen Hintergrunds werden die Reichweite der erbrechtlichen Ausschlagungsfreiheit bzw. die grundsätzlichen Einschränkungsmöglichkeiten entwickelt. Des Weiteren wird untersucht, ob Ausschlagung oder Verzicht eines Erwerbs von Todes wegen überhaupt sittenwidrig sein können, ob die untersuchte Motivation sittenwidrig ist und ob sich unterhaltsrechtliche Konsequenzen im Falle ihrer Wirksamkeit ergeben. Dissertation der Universität Münster