
Der Band widmet sich dem Schweizer Parlament. Der erste analytische Beitrag untersucht die Entwicklung des Milizparlaments hin zu einem Berufsparlament. Bisher galten nur Exekutivamtstr�ger als Berufspolitiker, doch mittlerweile �ben immer mehr Parlamentarier ihr Amt vollzeitlich aus. Der institutionelle Rahmen hielt mit dieser Entwicklung nicht Schritt, was den modernen Parlamentsbetrieb auch aus demokratietheoretischer Sicht vor gro�e Herausforderungen stellt. Im zweiten Beitrag wird die Fragestunde des Nationalrats � ein Instrument, �ber dessen Funktionsweise bisher praktisch nichts bekannt war � analysiert. Der dritte Beitrag bringt Licht ins Dunkel des st�nder�tlichen Abstimmungsverhaltens. In dieser ersten umfassenden Untersuchung wird gezeigt, dass die Fraktionsgeschlossenheit im St�nderat hoch ist, sich aber Kantonsvertreter, die auf ein Amt als Regierungsrat zur�ckblicken oder sehr gute Wahlergebnisse erzielen, �fter eine von ihrer Partei unabh�ngige Meinung leisten.