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Verleugnete Verfolgung

Autor
Herausgegeben von Frank Nonnenmacher, Beiträge von Werner Aßmann, Beiträge von Gaby Brennecke, Beiträge von Rolf Dieter Cremer, Beiträge von Evelyn Falk-Otto, Beiträge von Waltraud Finster, Beiträge von Thomas Fix, Beiträge von Jörg Heilmann, Beiträge von Joachim Hoppe, Beiträge von Julia Hörath, Beiträge von Florian Hülsmann, Beiträge von Annika Kleist, Beiträge von Marc Petzoldt, Beiträge von Anja Schmeiser, Beiträge von Ulrike Solbrig, Beiträge von Anna Velhorn, Beiträge von Frederik Werner, Beiträge von Gerrit Weßel, Beiträge von Klaus Weisbrod, Beiträge von Meinrad Ziegler, Vorwort von Julia Klöckner

Verleugnete Verfolgung

Untertitel
Nachkommen von NS-Opfern brechen das Schweigen
Beschreibung

Nach jahrzehntelangem Verschweigen der Opfergruppe, die die Nationalsozialisten ab 1933 als »Berufsverbrecher« und »Asoziale« in die Konzentrationslager brachten, schildert Frank Nonnenmacher, der selbst ein Nachkomme eines Verfolgten ist, die historischen Gründe für die Ausgrenzung dieser Personen. Er nennt Akteure und deren Interessen sowie Strukturen, die dazu führten, dass die Ächtung dieser Menschen in der Bundesrepublik Deutschland unmittelbar nach 1945 aktiv fortgesetzt wurde und erst beschämend spät (2020) zu einer offiziellen Anerkennung als NS-Opfer geführt haben. 15 Nachkommen erzählen anschließend – so exemplarisch wie anschaulich und anrührend – die Fallgeschichten ihrer Vorfahren. Sie stützen sich dabei auf selbstrecherchierte fallbezogene Quellen und beschreiben die Gründe für das jahrzehntelang geltende Schweigegebot, das innerhalb der jeweiligen Familie, vor allem aber auch nach außen herrschte. Dabei wird deutlich, dass es nicht – wie es die Nazi-Ideologie behauptete – »die Gene« eines Menschen sind, aufgrund derer Menschen delinquent und deviant werden, sondern dass materielle Not und soziale Verhältnisse die Ursache für Delinquenz und Devianz sind.

Verlag
Campus
ISBN/EAN
978-3-593-52155-8
Preis
32,00 EUR
Status
lieferbar