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Entzweite Zweisamkeit

Autor
Stefan Boß

Entzweite Zweisamkeit

Untertitel
Ehe, Liebe und Geschlechterordnung im Ersten Weltkrieg
Beschreibung

Bereits unmittelbar nach seinem Ende wurde der Erste Weltkrieg in der deutschen Öffentlichkeit als „Zerstörer des Eheglücks“ betrachtet, der Paare voneinander entfremdet, sexuelle Untreue befeuert und die Geschlechterordnung durcheinandergewirbelt habe. In der Geschichtswissenschaft wurde diese These einer kriegsbedingten Krise der Partnerschaft lange Zeit fortgeschrieben. Gleichzeitig hat die internationale Feldpostforschung inzwischen zutage gefördert, wie eng Soldatenpaare trotz ihrer räumlichen und lebensweltlichen Trennung häufig aufeinander bezogen blieben. Diesen Gegensatz nimmt Stefan Boß zum Anlass, um die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Partnerschaftsdiskurse und Beziehungserfahrungen in Deutschland zu untersuchen. Über die dichotome Frage nach der (In-)Stabilität von Beziehungen hinaus fragt er nach Brüchen und Kontinuitäten im emotionalen, sexuellen und kognitiven Bereich von Partnerschaft. Durch den systematischen Einbezug der Nachkriegszeit wird eine diachrone Perspektive auf die Wirkungen des Militärkonflikts eröffnet. Als Teil einer Kulturgeschichte sozialer Beziehungen im Krieg leistet die Studie so einen wichtigen Beitrag zur Familien- und Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts.

Verlag
De Gruyter Oldenbourg
ISBN/EAN
978-3-11-223594-2
Preis
69,95 EUR
Status
nicht lieferbar