
Dieses Buch eröffnet Leser:innen einen differenzierten Zugang zu einer der größten, im deutschsprachigen Raum aber kaum erforschten Pilgerbewegungen der Gegenwart: der schiitischen Arbaʿīn-Pilgerfahrt nach Karbalāʾ. Auf der Grundlage von 21 episodischen Interviews zeigt die Studie, wie Frauen in der Lebensmitte den Weg als Raum spiritueller Transformation, religiöser Agency, verkörperter Frömmigkeit und transnationaler Gemeinschaft erfahren. Im Zentrum steht Zaynab bint ʿAlī als Vorbild weiblicher religiöser Autorität. Ein Exkurs zum Jakobsweg schärft die Besonderheiten dieser Erfahrung im Vergleich zu westlich-postsäkularen Formen weiblicher Pilgerschaft.