
Der Regelungsrahmen des Krankenversicherungsmarktes in Deutschland ist seit Jahrzehnten Bestandteil der wissenschaftlichen und politischen Diskussion. In den letzten 25 Jahren wurden in diesem Bereich zahlreiche Reformen umgesetzt. Eine grunds�tzliche Einigung �ber die Rolle der Krankenversicherung besteht bis heute trotzdem nicht. Vor diesem Hintergrund werden die vorhandenen systemimmanenten Widerspr�che des Regelungsrahmens analysiert. Im Vordergrund steht hier, die Interdependenzen zwischen einzelnen Regelungen im Krankenversicherungsmarkt sichtbar zu machen. Dabei geht es um die Frage, in welcher Weise neuere Regeln und/oder systemimmanente Widerspr�che Anreize f�r das Verhalten der Akteure im Markt setzen. Erg�nzt wird dies durch die Erfahrungen und ersten empirischen Ergebnisse der schweizerischen und niederl�ndischen Reformen. Die Entwicklung von zehn Thesen zur Weiterentwicklung des Regelungsrahmens konkretisiert die vorangehende Analyse der Steuerungswirkungen abschlie�end.