
Ein leiser Schulroman über Mobbing, Mut und Mitschuld. Jonas will an seiner neuen Schule vor allem eines: nicht auffallen. Doch in seiner Klasse bestimmen nicht Lehrkräfte, sondern Blicke, Schweigen und unsichtbare Regeln darüber, wer dazugehört. Was zunächst harmlos wirkt, wird zu einem System aus Druck, Ausgrenzung und leiser Gewalt. Jonas beobachtet, wie sich Plätze, Gesten und Sätze zu einer Ordnung fügen, der sich kaum jemand entzieht. Je länger er schweigt, desto deutlicher spürt er: Auch der Rand ist nicht neutral. Erst Mila, die sich den unausgesprochenen Regeln verweigert, bringt etwas in Bewegung. Aber wer sich entscheidet hinzusehen, kann nicht mehr so tun, als ginge ihn das alles nichts an. Und Jonas muss begreifen, dass Beobachten nicht genügt, wenn Unrecht zum Alltag wird. Ein eindringlicher Jugendroman über Mobbing, Zugehörigkeit und den Moment, in dem Schweigen aufhört, unschuldig zu sein.