
Radio, Kino, Illustrierte und Reklame beschleunigten den kulturellen Austausch der 1920er Jahre. Großstädte wurden zu Bühnen neuer Rollenbilder, Konsumformen und ästhetischer Experimente. Der Band betrachtet das Jahrzehnt aus einer europäischen Medienperspektive. Er verbindet technische Verbreitung mit Mode, Tanz, Architektur und politischer Unsicherheit. Dabei erscheint die Moderne zugleich als Verheißung und Überforderung, deren Rhythmus weit über die Metropolen hinauswirkte.