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Schule des gemeinsamen Lernens oder das Märchen von der Inklusion

Autor
Harald A. Amelang

Schule des gemeinsamen Lernens oder das Märchen von der Inklusion

Beschreibung

Inklusion ist in Nordrhein-Westfalen seit Jahren politisch gewollt, rechtlich verankert und rhetorisch aufgeladen. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt ein Abgrund, den dieses Buch mit analytischer Schärfe, politischer Klarheit und großer praktischer Nähe vermisst. Harald A. Amelang zeigt, dass das Problem nicht in der Idee des gemeinsamen Lernens liegt, sondern in einem System, das den menschenrechtlichen Auftrag der Inklusion formal anerkennt, ihn strukturell jedoch unterläuft. Verantwortung wird nach unten delegiert, Ressourcen bleiben hinter dem Bedarf zurück, und die Hauptlast tragen ausgerechnet jene Schulformen, die sich der Aufgabe nicht entziehen können. Andere bleiben in bemerkenswerter Weise entlastet, während Politik die entstehende Schieflage mit Begriffen wie Wahlfreiheit, Profilbildung oder Schwerpunktsetzung sprachlich befriedet. So entsteht ein Bildungssystem, das Modernität behauptet, ohne seine selektive Grundstruktur aufzugeben. Dieses Buch ist deshalb mehr als eine Kritik an Missständen. Es ist eine Analyse der politischen, organisatorischen und sprachlichen Mechanismen, mit denen Inklusion verwaltet statt verwirklicht wird. Ein streitbarer, hochaktueller und intellektuell pointierter Beitrag zur Frage, ob Bildung in einer demokratischen Gesellschaft tatsächlich für alle gedacht ist – oder weiterhin vor allem für jene, die ins System passen.

Verlag
epubli
ISBN/EAN
978-3-565-48830-8
Preis
12,99 EUR
Status
lieferbar