
Die Familie Ramsay verbringt die Sommermonate in ihrem Haus auf der schottischen Isle of Skye. Während die Kinder sehnsüchtig auf eine Fahrt zum Leuchtturm hoffen, entspinnen sich zwischen den Gästen und Familienmitgliedern komplexe Geflechte aus Sehnsucht, Groll und Liebe. Doch der eigentliche Protagonist ist die Zeit selbst. Im berühmten Mittelteil „Die Zeit vergeht“ lässt Woolf die Jahre wie im Zeitraffer über das Haus hinwegziehen, gezeichnet vom Ersten Weltkrieg und dem Verlust geliebter Menschen. Erst zehn Jahre später findet die Fahrt zum Leuchtturm statt – doch die Welt und die Menschen sind nicht mehr dieselben. „Die Fahrt zum Leuchtturm“ ist ein lyrischer, tief bewegender Roman über die Unmöglichkeit, das Leben festzuhalten, und den Versuch der Kunst, dem Chaos der Existenz eine Form zu geben. Ein zeitloses Porträt menschlicher Nähe und Distanz.