
Aleviten gehören seit Jahrhunderten zur Geschichte Anatoliens und des Nahen Ostens – und doch sind sie bis heute eine der am meisten missverstandenen und ausgegrenzten Glaubensgemeinschaften. Ihr Glaube, ihre Rituale und ihre Versammlungsorte werden oft ignoriert, falsch dargestellt oder nicht anerkannt. In Cemevi und Alevitentum – Eine vergessene Wahrheit nähert sich der Autor diesem Thema aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Er ist kein Alevit, sondern Muslim. Gerade diese Außenperspektive ermöglicht einen nüchternen, respektvollen Blick auf ein Thema, das häufig von Vorurteilen und Schweigen geprägt ist. Das Buch beleuchtet die historischen Wurzeln des Alevitentums, die Bedeutung des Cemevi, die Beziehung zum Islam sowie die jahrhundertelange Erfahrung von Ausgrenzung und Nichtanerkennung. Dabei steht nicht Anklage im Vordergrund, sondern der Wunsch nach Verständnis, Gerechtigkeit und Dialog. Dieses Werk richtet sich an alle, die bereit sind, hinzusehen, zuzuhören und festgefahrene Bilder zu hinterfragen. Es ist ein Plädoyer für Menschlichkeit, religiöse Vielfalt und gegenseitigen Respekt. Ein Buch über Glauben – und über das Recht, verschieden zu sein.