
Wirtschaft und Gesellschaft brauchen "Diversity" – also Vielfalt, Teilhabe und Chancengleichheit – wie die Luft zum Atmen. Sie macht sie nicht nur menschlicher und fairer, sondern auch innovativer und produktiver. Doch was eben noch galt, wird nun attackiert – mit Dekreten, Beschimpfungen und Repressionen. Längst ist klar: Die rechtspopulistische US-Regierung legt Hand an für demokratische Gemeinwesen wesentliche Eckpfeiler. Dazu zählt auch die Diversity-Förderung in Unternehmen und Arbeitswelt, also die Unterstützung von dort benachteiligten Gruppen wie Frauen, ethnische Minderheiten und andere. Besonders im Fadenkreuz: die queere Community. Das ist eine gefährliche Entwicklung. Sie zielt auf unsere Werte und unsere Art miteinander umzugehen, zu arbeiten und erfolgreich zu sein. Der Ökonom, LGBTQ+-Forscher und Autor Jens Schadendorf schreibt und spricht seit Jahren weltweit über Vielfalt und Inklusion in Wirtschaft und Gesellschaft. Mit lebendig erzählten Geschichten und Hintergrundanalysen rückt sein neues Buch zunächst die beunruhigenden Anti-Diversity- und Anti-Queer-Kämpfe in den USA und ihre Folgen für die Wirtschaft in den Vordergrund. Ausführlich zeigt er dann, wie Europas Unternehmen und Nonprofitorganisationen, darunter Stiftungen, Vereine und Verbände, schon jetzt kreativ, couragiert und ermutigend auf die amerikanischen Herausforderungen reagieren. Er schließt mit einer kurzen "Anleitung für kluges Handeln". Sieben grundsätzliche Anregungen verdeutlichen, was Firmen, zivilgesellschaftliche Akteure und einzelne Personen beachten sollten, um den für Europa gerade jetzt besonders wichtigen ökonomischen und sozialen Erfolgsfaktor (queere) Vielfalt zu bewahren und weiterzuentwickeln.