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© Thomas Landon

19.11.2019

DIALOGE - eine Reihe der Literarischen Gesellschaft Köln in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Ruhr / Essen: TERESA PRÄAUER: TIER WERDEN Moderation: Norbert Wehr

Buchhandlung
Der andere Buchladen GmbH
Veranstalter
Literarische Gesellschaft Köln. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der Kunststiftung NRW
Ort
Der andere Buchladen Sülz /Uni
Adresse
50937 Kön, Weyertal 32
Tel. 0221 416325
Anfahrt KVB Linie 9, Haltestelle Weyertal 32
Datum
19.11.2019
Uhrzeit
19:30 Uhr
Eintritt
Karten an der Abendkasse 10,– €, ermäßigt 7,– €, für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft frei.
Beschreibung

In den Romanen von Teresa Präauer sind, neben den Menschen, auch immer die Tiere
zugegen: die Vögel, die Fische oder der Affe.In diesem erzählerischen Essay buchstabiert sie
diese Artennähe aus und schreibt, reflektiert und unterhaltsam, über die unscharfe Grenze
zwischen Mensch und Tier, die in der Kunst so häufig aufgesucht wird.

Teresa Präauer beobachtet in Tier werden Stationen des Übergangs, der Verwandlung, des Ausder-
Art-Schlagens. Einen Auftritt in ihrem Text bekommt, wer oder was Haare hat: an Stellen, die
von Schraffur überwuchert werden, von Pelz, Kunstfell oder Gras. Eine Sammlung von zotteligen
Figuren hat sie hierfür zusammengetragen, von den mittelalterlichen Zeichnungen von Fabelwesen
- halb Natur, halb Erfindung – über die Perchten aus den Alpen bis hin zum Perückenträger Toni
Erdmann und den kostümierten Furries aus der Subkultur.
All diesen künstlichen und künstlerischen Phänomenen geht die Autorin in konkreten
Bildbetrachtungen und philosophischen Überlegungen nach.
Die Animalisation ist bei Teresa Präauer ein Vorgang, den sie mit Blick auf Kunst, Kultur,
Film und Mode beschreibt, den sie aber darüber hinaus auch auf das Schreiben und Lesen von
Literatur selbst anwendet. Während wir schreiben, reizen wir die Möglichkeiten des Sprechens
aus und geraten an seine menschlichen Grenzen. Während wir lesen, verwandeln wir
uns, so lauten die Warnung und das Versprechen dieses erzählend-essayistischen Textes.
Teresa Präauer, geb. 1979, lebt in Wien. Bildende Künstlerin und Schriftstellerin. Präauer
ist Autorin der Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken, Die Gans im Gegenteil,
der Romane Für den Herrscher aus Übersee, Johnny und Jean und Oh Schimmi sowie des
erzählenden Essays Tier werden.
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln
und der Kunststiftung N RW

Die nächsten Termine der DIALOGE:
Thomas Meinecke über Geschlechterfragen im Gespräch mit der Musikerin Viola Klein, 5.12.2019
Yoko Tawada: Sendbo-o-te, Moderation: Ulrike Janssen, 23.01.2020 jeweils in: Der andere Buchladen, Weyertal 32, Köln-Sülz, 19:30 Uhr
www.literarische-gesellschaft-koeln.de

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© Wolfgang Lückel

05.12.2019

DIALOGE - eine Reihe der Literarischen Gesellschaft Köln in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Ruhr / Essen: Thomas Meinecke über Geschlechterfragen im Gespräch mit der Musikerin Viola Klein

Buchhandlung
Der andere Buchladen GmbH
Veranstalter
Literarische Gesellschaft Köln. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der Kunststiftung NRW
Ort
Der andere Buchladen Sülz
Adresse
Weyertal 32, 50937Köln
Tel: 0221 416325
Anfahrt: KVB Linie 9, Haltestelle Weyertal
Datum
05.12.2019
Uhrzeit
19:30 Uhr
Eintritt
Karten an der Abendkasse 10,– €, ermäßigt 7,– €, für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft frei.
Beschreibung

Thomas Meineckes vorläufig letzter Roman “Selbst” aus dem Jahr 2016, war ein „Liebesroman“,
genauer: ein Postgender-Liebesreigen, dessen Figuren auf die Suche geschickt wurden
nach Zärtlichkeit jenseits einer von Freud, Foucault und Butler als Gefängnis geschilderten Sexualität.

Acht Romane hat Meinecke mittlerweile geschrieben, die alle, wie er selbst sie charakterisiert, „der feministischen Dekonstruktion einer in seiner politischen Schlagseite zunehmend auffällig gewordenen Relation zwischen den beiden verabredeten Geschlechtern verpflichtet sind“. Inwiefern sich in jüngster Zeit in einer sich einerseits ankündigenden, andererseits vehement diskreditierten Auflösung des Binären, dem diese Verhältnisse nach wie vor unterliegen, ein Hoffnungsschimmer abzeichnet, soll das Thema des Gesprächsabends mit Viola Klein sein. Meinecke über Klein: „Auf Viola Klein bin ich in meiner Funktion als Radio-DJ gestoßen. Ihre hochsensibel produzierten Tracks finden (wie auch viele meiner Texte) in der engmaschigen Schnittmenge zwischen Feminismus und den Postcolonial Studies um den Schwarzen Atlantik statt. Ich habe ihre Schallplatten mit Begeisterung in meiner Radiosendung gespielt und bin gespannt, in welchen Referenzraum sich unsere Reflexionen und Spekulationen bewegen werden.“ Und die taz über Klein: „Die Leistung Viola Kleins besteht darin, das ephemere Gefüge an Sound aus verschiedenen Quellen zu einer eigenen Soundskulptur zu formen.“

Thomas Meinecke, geb. 1955 in Hamburg, lebt in Berg / bei Eurasburg. Schriftsteller, Musiker, DJ
und Mitbegründer der Band F.S.K. Meinecke ist Autor der Romane (zuletzt) Jungfrau (2008), Lookalikes
(2001) und Selbst (2016).

Viola Klein, geb. 1973 in Frankfurt, lebt in Köln. (Sound-)Künstlerin, Musikerin und DJ. Letzte
Veröffentlichungen: Open Mind (2012), A Passport and a Visa Stamped by the Holy Ghost (2018),
Workshop 26 (2019; zus. mit Whodat).
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln
und der Kunststiftung N RW

Der nächste Termin der DIALOGE:
Yoko Tawada: Sendbo-o-te, Moderation: Ulrike Janssen, 23.01.2020 – in: Der andere Buchladen,
Weyertal 32, Köln-Sülz, 19:30 Uhr – www.literarische-gesellschaft-koeln.de

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05.12.2019

Christoph Butterwegge stellt sein neues Buch vor: " Die zerrissene Republik - Wirtschaftliche, soziale und politische Ungleichheit in Deutschland"

Buchhandlung
Der andere Buchladen GmbH
Veranstalter
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Ort
Der andere Buchladen Sülz
Adresse
Weyertal 32, 50937 Köln
Anfahrt KVB Linie 9, Haltestelle Weyertal
Datum
05.12.2019
Uhrzeit
19:30 Uhr
Beschreibung

Warum ensteht sozioökonomische Ungleichheit und weshalb gefährdet sie die Demokratie und wieso reagieren die politisch Verantwortlichen darauf kaum. und was kann getan werden, um sie einzudämmen.

Seit geraumer Zeit ist die wachsende Ungleichheit das Kardinalproblem unserer Gesellschaft, wenn
nicht der gesamten Menschheit. Während daraus im globalen Maßstab ökonomische Krisen, Kriege
und Bürgerkriege resultieren, die wiederum größere Migrationsbewegungen nach sich ziehen, sind in
Deutschland der gesellschaftliche Zusammenhalt und die repräsentative Demokratie bedroht. Daher
wird nicht bloß thematisiert, wie sozioökonomische Ungleichheit entsteht und warum sie zugenommen
hat, sondern auch, weshalb die politisch Verantwortlichen darauf kaum reagieren und was getan werden
muss, um sie einzudämmen.

Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrte von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu
Köln.

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