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Hörbücher

Autor
Bronsky, Alina

Der Zopf meiner Großmutter

Untertitel
Roman. Ungekürzte Lesung. Sprecherin Sophie Rois
Beschreibung

Wenn Maxims Großmutter einen ihrer deftigen Sprüche loslässt, zuckt jeder zusammen. Max hält es dann wie sein mongolischer Großvater: Würde man sich gegen die Großmutter wehren, käme man ja zu sonst nichts. Das war schon in Russland so und ist auch im deutschen Flüchtlingsheim nicht anders. Bis der Großvater sich Hals über Kopf verliebt – und Großmutter Margarita davon nichts mitbekommt. Der aus der Perspektive des Enkels erzählte Roman ist eine echte Bronsky-Geschichte: voll hintergründigem Witz und leichtfüßig erzählter Lebensschwere.
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
tacheles!, 2019
Format
4 CDs, Laufzeit 280 Min.
Seiten
0 Seiten
ISBN/EAN
9783864845277
Preis
20,00 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Autorin
Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Werbetexterin und Journalistin. Ihr Debütroman “Scherbenpark” wurde zum Bestseller, fürs Kino verfilmt und ist inzwischen beliebte Lektüre im Deutschunterricht. Es folgten die Romane “Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche” und “Nenn mich einfach Superheld”. “Baba Dunjas letzte Liebe” wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert und ein großer Publikumserfolg.

Sprecherin
Sophie Rois ist seit 1993 Ensemblemitglied der Volksbühne Berlin und seit 2018 beim Deutschen Theater Berlin. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2006 und 2016 den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie Beste Interpretation.

Zum Buch:

Wenn Maxims Großmutter einen ihrer deftigen Sprüche loslässt, zuckt jeder zusammen. Max hält es dann wie sein mongolischer Großvater: Würde man sich gegen die Großmutter wehren, käme man ja zu sonst nichts. Das war schon in Russland so und ist auch im deutschen Flüchtlingsheim nicht anders. Bis der Großvater sich Hals über Kopf verliebt – und Großmutter Margarita davon nichts mitbekommt. Der aus der Perspektive des Enkels erzählte Roman ist eine echte Bronsky-Geschichte: voll hintergründigem Witz und leichtfüßig erzählter Lebensschwere.

Dass der deutsche Arzt an Max keine der Krankheiten finden kann, die Großmutter Margarita im Untersuchungsheft ihres Enkels gesammelt hat, kann nur ein schlechtes Zeichen sein. Deshalb bekommt der Junge auch in Zukunft Haferschleim zum Frühstück und ein Mädchen an seine Seite, das ihn in der Schule für zwei Mark die Woche vor allen Gefahren beschützen soll: Vera. Die ist ein kleines Biest und trietzt ihn mehr als alle seine Mitschüler. Vielleicht weil Maxims Großvater bei ihrer Mutter Nina ein- und ausgeht. In die hat sich Großvater Tschingis nämlich verliebt. Max, der auf Großmutters Geheiß bei Nina Klavierstunden nimmt, weiß von der heimlichen Liaison schon seit dem Moment, in dem Großvater sein Herz an die sanfte Klavierspielerin verloren hat. Großmutter dagegen wird mit der Wahrheit erst konfrontiert, als Nina einen Sohn zur Welt bringt, der dem Großvater wie aus dem Gesicht geschnitten ist.

Dass sie den kleinen Tschingis trotzdem beschützt wie alle anderen, die ihrer Meinung nach ihres Schutzes bedürfen, hat seine Gründe. Aus der schon bislang ungewöhnlichen Familiengeschichte wachsen eine noch ungewöhnlichere Zukunft und ganz allmählich auch die Vergangenheit dieser Frau, die einst als Tänzerin auf der Bühne stand. Gespickt mit eigenwilligen Charakteren und vielen überraschenden Wendungen ist dieser Roman ungemein unterhaltsam!

Susanne Rikl, München