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Autor
Disher, Garry

Hope Hill Drive

Untertitel
Ein Constable-Hirschhausen-Roman (2). Aus dem Englischen von Peter Torberg
Beschreibung

Eine staubige Hitze herrscht in Tiverton an den Vorweihnachtstagen, und Constable Hirschhausen hat über die Feiertage Dienst. In dem kleinen Kaff im südaustralischen Outback ist nichts Besonderes zu erwarten: ein entlaufener Hund, ab und an ein Verkehrsdelikt, ein Familienstreit. Aber dieses Jahr baut sich zwischen den Jahren ein Orkan an Verbrechen auf, der Tiverton erschüttert und Hirschhausen an seine Grenzen bringt. Alles beginnt in der Nacht zum 22. Dezember mit einem Pferdemassaker auf Nan Washburns Farm …
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
Unionsverlag, 2020
Format
Gebunden
Seiten
336 Seiten
ISBN/EAN
978-3-293-00563-1
Preis
22,00 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Garry Disher, geboren 1949, wuchs im ländlichen Südaustralien auf. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Kriminalromane und Kinderbücher. Sein Werk wurde für den Booker Prize nominiert und mehrfach ausgezeichnet, u. a. dreimal mit dem Deutschen Krimipreis sowie mit dem wichtigsten australischen Krimipreis, dem Ned Kelly Award. Garry Disher lebt an der Südküste von Australien in der Nähe von Melbourne.

Zum Buch:

Eine staubige Hitze herrscht in Tiverton an den Vorweihnachtstagen, und Constable Hirschhausen hat über die Feiertage Dienst. In dem kleinen Kaff im südaustralischen Outback ist nichts Besonderes zu erwarten: ein entlaufener Hund, ab und an ein Verkehrsdelikt, ein Familienstreit. Aber dieses Jahr baut sich zwischen den Jahren ein Orkan an Verbrechen auf, der Tiverton erschüttert und Hirschhausen an seine Grenzen bringt. Alles beginnt in der Nacht zum 22. Dezember mit einem Pferdemassaker auf Nan Washburns Farm …

Am Abend hatte Hirschhausen in den Straßen von Tiverton auf einem von Nans Pferden den Santa Claus gegeben. Als er am frühen Morgen zu Fuß eine Runde durch den Ort dreht, einen großen Müllsack in der Hand, um die Überreste des Straßenfests vom Vorabend aufzusammeln, trifft er auf eine Blutlache und wenig später auf eines der verendenden Tiere. Ein Massaker auf Nans Hof, wer ist zu so einer Irrsinnstat in der Lage?
Mit der Feiertagsruhe ist es in der Kleinstadt vorbei. Die Spurensicherung marschiert auf, wenig später die Presse, und das in Horden. Bilder von Tiverton gehen online. Und dann stößt Hirschhausen auf einen Doppelmord, und zwei Schwestern verschwinden spurlos.

Wo nur laufen die Fäden der einzelnen Szenarien zusammen? Wer Garry Disher kennt, weiß, dass seine Kunst des szenischen Erzählens beeindruckend ist: Sofort ist man vor Ort, mitten im Geschehen. Und weil man nicht mehr nur Zuschauer, sondern Teil des Ganzen geworden ist, ohne es zu merken, fällt es einem schwer, die einzelnen Puzzlestücke zusammenzusetzen. Am Neujahrsmorgen ist der Spuk in Tiverton vorbei, Hirschhausen erschöpft und die letzte Seite gelesen. Leider.

Susanne Rikl, München