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29.03.2017
Jörg Später. Siegfried Kracauer. Eine Biographie

05.10.2017

erst sex dann krieg

Buchhandlung
Ypsilon Buchladen und Café GmbH
Veranstalter
Ypsilon Buchladen & Café
Ort
Frankfurt
Adresse
Berger Straße 18
U4-Merianplatz/Südausgang
Telefon: Buchladen:448978
Café: 447989
Datum
05.10.2017
Uhrzeit
20:30 Uhr
Eintritt
10.00 Euro
Beschreibung

geschichten-gedichte-geräusche
DORIS LERCHE:Text
GÜNTER BOZEM: Geräusche

Mit leichter Hand und düsterem Witz skizziert Doris Lerche die Minenfelder der Liebe und des Krieges – musikalisch kommentiert durch den Perkussionisten Günter Bozem.

Sex

Doris Lerches Frauen und Männer sind keine rasanten Lover, keine perfekten Geliebten – es sind Verschämte, Bedürftige, Enttäuschte, die sich als bindungsängstliche Singles oder gelangweilte Ehepartner durch ihr bescheidenes Liebesleben hangeln.

Mal einfühlsam, mal sarkastisch schildert die Autorin, wie ihre Figuren mit Bravour verhindern, was sie sich am sehnlichsten wünschen oder wie sie von plötzlicher Leidenschaft überrascht werden – wo sie es am wenigsten erwarten.

In Doris Lerches Geschichten und Gedichten geht es um die Angst vor Nähe und die rastlose Suche nach dem Glück.

Krieg

Unverarbeitete Traumata vererben sich weiter.

In nüchterner Prosa und bösen Versen berichtet Doris Lerche vom Krieg und was er mit uns macht.

Es geht um eine Familie, die scheinbar den Krieg ohne allzu großen Schaden überstanden hat. Die seelischen Beschädigungen zeigen sich erst allmählich – und die sind einschneidender als der materielle Schaden.

In ihren knappen Prosatexten, ihren anti-rhythmischen Versen und ihren rauhen Collagen zeigt Doris Lerche mit beiläufiger Nonchalance:

Das Lieben wie das Töten, das Lustvolle wie das Bestialische – alles findet in der Welt der Menschen statt. Alles findet in uns statt.

Kurztexte aus:

“Damit ich dich besser küssen kann”, Konkursbuch Verlag

Gedichte aus:

“erst sex – dann krieg” , Groteske Poesie, Größenwahn Verlag 2016, Frankfurt/M. und Auszüge aus einem noch unveröffentlichtem Roman

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24.10.2017

Die Schwermut der Vergeblichkeit Andrej Platonows Roman Die Baugrube, vorgestellt von Gabriele Leupold Moderation: Ulrike Janssen

Buchhandlung
Der andere Buchladen GmbH
Veranstalter
Literarische Gesellschaft Köln, gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln.
Ort
Der Andere Buchladen, Weyertal 32, Köln-Sülz
Adresse
Weyertal 32 I 50937 Köln
Tel: 0221-416325
Anfahrt: KVB Linie 9 Station Weyertal
Datum
24.10.2017
Uhrzeit
19:30 Uhr
Eintritt
Karten an der Abendkasse 6,– €, ermäßigt 4,– €, für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft frei.
Beschreibung

Am Rand einer großen Stadt heben Arbeiter eine riesige Grube aus, um ein »gemeinproletari-sches Haus« zu errichten, in dem sich „zur lebenslangen glücklichen Ansiedlung die Werktä-tigen des gesamten Erdballs niederlassen werden“.

Vom Kriegsinvaliden über den Handlanger bis zum Ingenieur bildet sich unter den freiwilli-gen Sklaven eine Hierarchie, die den sozialen Verhältnissen in Stalins Sowjetunion ähnelt. Mit dem Waisenkind Nastja ist der »neue Mensch« bereits unter ihnen. Doch am Ende wird er in der Baugrube beerdigt, dem kollektiven Grab, das sich die »Paradieserbauer« (Joseph Brodsky) geschaufelt haben.
Der eigentliche Protagonist dieses Romans ist die Sprache. Andrej Platonow hat ein Amalgam aus Partei- und Propagandasprache, der Rede einfacher Leute, Bürokratismen und Philo-sophemen geschaffen, in dem sich das ganze Drama der Russischen Revolution und ihrer Folgen abbildet. Sein Roman ist eine Zeitkapsel, die noch nach hundert Jahren die Atmosphä-re einer Epoche spürbar werden läßt, die alle Bereiche des Lebens in diesem riesigen Land erfasste und umstürzte.
Auf der Grundlage der 2000 in Sankt Petersburg erschienenen Originalausgabe hat Gabriele Leupold eine neue deutsche Fassung des als unübersetzbar geltenden Buches erarbeitet, 2017 nominiert für den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse.

Andrej Platonow, 1899 in Woronesch geboren, absolvierte das Eisenbahnertechnikum und war in den 20er Jahren als Ingenieur für Bewässerungstechnik und Elektrifizierung tätig. Seit 1918 publizierte er Lyrik, Erzählungen und journalistische Arbeiten. Seine Hauptwerke, Tschewengur (1926) und Die Baugrube (1930), konnten nicht erscheinen. Platonow starb 1951. Erst in den 80er Jahren setzte seine Wiederentdeckung ein.

Gabriele Leupold, geb. 1954, ist studierte Russistin und Germanistin. Nach Aufenthalten in Moskau und Japan arbeitet sie vor allem als literarische Übersetzerin aus dem Russischen (u. a. Andrej Belyj, Vladimir Sorokin, Warlam Schalamow). 2002 erhielt sie für ihre Neuüberset-zung von Belyjs Petersburg den Celan-Preis.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln.

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Autor
Agualusa, José Eduardo
Titel
Eine allgemeine Theorie des Vergessens
Untertitel
Roman. Aus dem Portugiesischen von Michael Kegler
Beschreibung

Dieser Roman feiert die Kunst des Erzählens selbst.

Verlag
C.H. Beck Verlag
Preis
19,95 EURO

Autor
Roy, Arundhati
Titel
Das Ministerium des äußersten Glücks
Untertitel
Roman. Aus dem Englischen von Anette Grube
Beschreibung

Dieser Roman ist zugleich Liebeserklärung wie Provokation: eine Hymne auf das Leben.

Verlag
S. Fischer Verlag
Preis
24,00 EURO

Autor
Strauß, Simon
Titel
Sieben Nächte
Untertitel
Beschreibung

›Sieben Nächte‹ ist eine Suche nach dem guten, wilden Leben, ein Manifest wider den Zeitgeist. Jochen Overbeck Spiegel online

Verlag
Blumenbar Verlag
Preis
16,00 EURO