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Atlas der Mittelmeerinseln

Autor
Perotti, Simone

Atlas der Mittelmeerinseln

Untertitel
Aus dem Italienischen von Julika Brandestini
Beschreibung

Panarea, Imrali, Beresan, Malu Entu, Jazirat Jalitah, Espadrell, Agathonisi. Ihre Namen klingen wie verwunschene Geschwister in alten Märchen oder wie Winde in fremden, längst vergessenen Sprachen. Der Segler und Autor Simone hat von den Inseln des Mittelmeerraums Geschichten mitgebracht, die nicht nur als Symbole für Fernweh definiert werden sollten, sondern vielmehr stellvertretend für jegliche Art von Gefühlsregung stehen.
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
Wagenbach Verlag, 2018
Seiten
144
Format
Gebunden
ISBN/EAN
978-3-8031-3673-2
Preis
34,00 EUR
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor:

Simone Perotti, geboren 1965, ist Schriftsteller und Segler. Er schreibt Romane und Essays und hat in Italien zahlreiche Bücher publiziert. Seit 2014 ist er mit einem Segelschiff im Mittelmeerraum unterwegs: www.progettomediterranea.com. Der »Atlas der Mittelmeerinseln« ist sein erstes Buch auf Deutsch.

Zum Buch:

Lampedusa. Beschreibung: Südlich von Sciacca, östlich von Monastir, südlicher als Tunis und Algier. Sie ist von länglicher Form, und ihre Umrisse ähneln denen eines Krokodilkopfes. Fläche: 20 km2. Einwohner: Etwa 6.000 gemeldete Bewohner (die nicht die gesamte Bevölkerung der Insel darstellen). Orografie: Niedrige, flache Insel, kaum höher als 130 m.ü.d.M. Klima: Zerbrochene Hoffnungen.

Von der Isla de las Palomas in der Straße von Gibraltar im Westen bis nach Arwad im Levantinischen Meer, von der Insel Garbi vor der Küste Libyens im Süden bis hinauf in den Norden zu den Inseln Losinj und Goli Otok in der Adria – der italienische Autor und Ausnahmesegler hat sie alle besichtigt, und das teilweise unter rauesten Bedingungen und indem er sein Schiff und nicht zuletzt sich selbst in ernsthafte Gefahr brachte. Doch das Wagnis hat sich mehr als gelohnt. Von jeder Insel des Mittelmeerraums, auf die er seinen Fuß gesetzt oder die er zumindest angesteuert hat, hat er Geschichten mitgebracht. Geschichten, wie sie nur ein erfahrener Schriftsteller erfinden könnte, hätte nicht das Leben selbst sie geschrieben. Geschichten voller überschäumender Verheißungen ebenso wie von totaler Entsagung oder der Aufgabe jeglicher Hoffnung. Abenteuergeschichten. Liebesgeschichten. Traurige und witzige, alte und neue Geschichten. Historische und solche mit hochbrisantem, aktuellen Hintergrund. Andere, die so hanebüchen daherkommen, dass man auch nach mehrmaliger Lektüre kaum glauben mag, was dort geschrieben steht. Und wieder andere, die einen dermaßen ergreifen, dass man sie am liebsten gleich weitererzählen möchte. Fernweh ist dabei nur eine unter vielen Gefühlsregungen, die bei der Lektüre aufkommen, und anhand des von Marco Zung gezeichneten Kartenmaterials fällt es umso leichter, sich fallen zu lassen und in die Ferne davon zu schweben. Der Atlas der Mittelmeerinseln ist beileibe nicht komplett. Und das hat einen guten Grund, denn Simone Perotti ist immer noch dort draußen auf dem Meer unterwegs und sammelt alle diese Geschichten ein, die ihm anvertraut werden oder nach denen er Ausschau hält, wie nach guten Winden.

Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln